Ursula Reppin

Die Initialzündung waren meine Entdeckungen. Ich habe dem Rudolf (Zwirner) jeden Tag sogenannte Feldpostbriefe aus New York geschrieben, um ihm meine Eindrücke zu schildern, aber die Entscheidungen haben wir gemeinsam getroffen. Das waren Sachen von Andy Warhol, wie die Kühe als Wallpaper, die ich in der Factory gesehen habe. Wallpapers auszustellen, das war eine Entscheidung […]

Benjamin Buchloh

Düsseldorf und Köln waren unheimlich wichtige Zentren. Sie konnten beim Schmela oder beim Zwirner eine Tuttle-Ausstellung machen, da wurde was verkauft. Das wurde in New York nicht verkauft. Sie konnten Nauman oder Sol Lewitt oder Carl Andre beim Konrad Fischer in Düsseldorf sehen, da wurde in New York noch keine Andre-Arbeit angefasst. Der Konrad hat […]

Lutz Mommartz

New York kam nach hierher, das war praktisch, so musste ich nicht nach New York gehen. Der Film war damals für die Bildenden Künstler ein Eifersuchtsthema. Die wollten auch. Ich bin mit Uecker einmal nach Knokke gefahren, da sagte der, ‚du hast es gut, du kannst nicht stehen bleiben.’ Es stimmte: Ich durfte nicht stehen […]

Franz Erhard Walther

Bei meiner Abschiedsausstellung im Mai 1967 in der Akademie in Düsseldorf habe ich meinen Werksatz demonstriert. Sigmar Polke war mein Assistent. Das hatte eine große Wirkung und es wurde groß drüber berichtet. Joseph Beuys hat zu einem seiner Studenten gesagt: Sag dem Walther, der soll hier bleiben und nicht nach New York gehen. Aber das […]

Paul Maenz

Wir haben die ersten fünf bis acht Jahre nur für die Galerie gearbeitet, um sie zu finanzieren. Aber es war keine Leidenszeit. Weil man sich die Künstler aussuchte und sagte: Du hast Carte Blanche. Du kriegst ein Ticket, ein Hotel und du kannst machen was du willst. Das war auch kunsthistorisch interessant, weil die Galerien […]

Carl-Werner Rosarius

Das ist ja eine Unverschämtheit, das soll hier Kunst sein? Radiergummi? Wurde geholt. Weil wir es nicht geglaubt haben, haben wir Cy Twomblys ‚Gestures‘ zum Teil wegradiert. Heute liegen die Zeichnungen wahrscheinlich in den Museen hoch geschützt und sind von uns bearbeitet. Schon während seiner Studienjahre begann der Mediziner Carl-Werner Rosarius, Kunst zu kaufen und […]

Kasper König

Also ich habe immer Künstler gefragt, wenn ich irgendwo war, was soll ich mir angucken und so und dann ging es mir immer darum, mich nützlich zu machen. Ich wollte nicht so ein interessierter Abhänger sein und so, sondern wie kann ich mich selber einbringen und auch meine eigene Sache da verfolgen. So habe ich […]

Walther König

Ich bin vom Schicksal extrem begünstigt worden, ich bin ein echtes Glückskind. Es gab damals keinen besseren Zeitpunkt, eine Buchhandlung meiner Couleur aufzumachen als 1969. Peter Ludwig hatte kurz vorher seine Kunst der 60er Jahre im Wallraf-Richartz Museum vorgestellt, es war der Höhepunkt der Pop Art, es gab nichts Besseres, als dies in Büchern zu […]

Rudolf Zwirner

Man kommt in einen Festsaal und dicht an dicht sind Kojen und jeder zeigt etwas, was man nur auf der documenta eins und vielleicht zwei so sehen konnte, aber noch nicht im Handel. Die Atmosphäre war elektrisierend und alle schrieben auf einmal, was sie auf dem Kölner Kunstmarkt sahen und es war ja dann auch […]

Rolf Ricke

Das war 1968, da stellte Richard Serra in meiner Koje auf dem Kunstmarkt eine Arbeit aus Blei aus. Und dann kommt ein sehr bekannter Händler aus München und sagte, ach, ist ja interessant, was man heute für Materialien zum Verpacken von Kunst braucht, das ist ja toll. Ich habe den richtig niedergemacht. Ich sagte: Das […]