Ulrike Rosenbach

Irgendwann saßen wir da bei Klaus Staeck im Büro für Demokratie auf der Fensterbank und ich sagte zu ihm (Alfred Schmela): Also ich werde jetzt Künstlerin, ich höre auf mit Schule und ich will keine Lehrerin mehr sein. Und da sagte er zu mir: Nä Mädche, dat loss mol sinn! Frauen halde nit durch. Die […]

Rissa

Es war ein Samstag um 11 Uhr im Jahr 1959. Ich habe bei Karl-Otto Götz in der Akademie an die Tür geklopft. Ein strahlender Götz mit Pfeife im Mund machte mir auf. Er war damals 45 Jahre alt. Wir haben uns in die Augen geschaut und es hat gefunkt. Ich habe nicht gedacht: der wird […]

Lutz Mommartz

New York kam nach hierher, das war praktisch, so musste ich nicht nach New York gehen. Der Film war damals für die Bildenden Künstler ein Eifersuchtsthema. Die wollten auch. Ich bin mit Uecker einmal nach Knokke gefahren, da sagte der, ‚du hast es gut, du kannst nicht stehen bleiben.’ Es stimmte: Ich durfte nicht stehen […]

Franz Erhard Walther

Bei meiner Abschiedsausstellung im Mai 1967 in der Akademie in Düsseldorf habe ich meinen Werksatz demonstriert. Sigmar Polke war mein Assistent. Das hatte eine große Wirkung und es wurde groß drüber berichtet. Joseph Beuys hat zu einem seiner Studenten gesagt: Sag dem Walther, der soll hier bleiben und nicht nach New York gehen. Aber das […]

Daniel Spoerri

Die Leute kamen wegen des guten Fleischs ins Restaurant. Außerdem hatten wir eine Karte, wo wir jeden Tag eine Sache kochten, die exotisch war. Und dann gab es die Spezialkarte: „Alles, was essbar ist“. Wir servierten geröstete Bienen, Ameisen, alles, was ich finden konnte. Auch Elefantenrüssel in Scheiben geschnitten. Eigentlich hat mich daran interessiert, dass […]

Birgit Hein

Ich war so unheimlich nervös und bin nach hinten in die Halle gegangen, wollte gucken, ist alles in Ordnung und stehe da vor einer Wand aus Polizisten. Dann bin ich sofort zurück gerannt, um die vorne am Projektionspult zu warnen. Und da kam schon die Treppe vom Neumarkt runter der Trupp mit den Fotografen und […]

Konrad Klapheck

Mitten in meine Eröffnung in der Galerie Zwirner kam ein junger Mann geradezu reingestürzt und schrie uns zu: ‚Wie heißt denn dieser Avantgarde-Künstler?’ Und das war ja meine Ausstellung. Und dann sagte ich mir: Bin ich jetzt Avantgarde? Das ging ja schnell. Gestern noch anachronistisch, heute Avantgarde. Schon in seiner Jugend zeichnete Konrad Klapheck die […]