Wolfgang Becker

Die Neue Galerie in Aachen sollte so etwas wie eine kleine, dauernde documenta sein, wo immer die Neuerwerbungen der Sammlung Ludwig, begleitet von Aktionen und Ausstellungen, ‚die der Becker da macht’, vorgestellt werden. Peter Ludwig war nicht der einzige Sammler (…), überall gab es Sammler, die plötzlich zu Geld kamen, weil sie an der blühenden […]

Erhard Klein

Der Job war die ersten Jahre nicht einfach. Wer wollte 1972 schon einen Palermo kaufen, der heute einer der Weltstars ist? Oder eine Grafik von Sigmar Polke. Eine ging mal weg für 80 DM. Damals waren die Preise sehr günstig. Seinen ersten größeren Verkaufserfolg erlebte Erhard Klein mit einem 2 x 2 Meter großen Rasterbild […]

Rune Mields

Von den Anfangsjahren des Galerienhauses habe ich alles mitbekommen. Die Galeristen hatten sich überlegt, dass sie die Eröffnungen alle an einen Tag legen, zum Teil mit gemeinschaftlichem Essen, das heißt beim Einen bekam man Nachtisch, beim anderen Suppe, beim Dritten gab es Brötchen. Man konnte sich ein ganzes Menü, in dem man im Haus rauf […]

Johannes Stüttgen

Es gibt den Ausspruch von Beuys aus dem Jahr 1968: ‚Die Deutsche Studentenpartei ist die größte Partei der Welt, aber die meisten Mitglieder sind Tiere’. Das ist deswegen so wunderbar, weil das eine geheimnisvolle Vorwegnahme der ökologischen Dimension ist, die in der 68er-Zeit nie Thema war, die erst in den 70er Jahren entstanden ist, aber […]

Ulrich Rückriem

Der Steinbruch gibt mir die Form, ich löse den (Stein) nur aus dem Gebräch und ich setze den woanders hin. Das ist der „Ursprung“, das ist der Anfang, das ist eine der schönsten Skulpturen, die ich je gemacht. Der Bildhauer Ulrich Rückriem redet nicht mehr gerne über die Vergangenheit, was wohl auch damit zu tun […]

Gábor Altorjay

Es war die internationale Pressekonferenz der documenta 4. Alle waren da. Professor Bode, 1.56 Meter groß, kam rein. Vostell ging hin, bumm, die 1000 Pfennigstücke auf den Tisch. Jörg Immendorff sprang an den Tisch und begann über die Pfennigstücke ein Kilo Honig zu gießen. Daraufhin ging Chris Reinecke auf Bode zu und begann, ihn zu […]

Ursula Reppin

Die Initialzündung waren meine Entdeckungen. Ich habe dem Rudolf (Zwirner) jeden Tag sogenannte Feldpostbriefe aus New York geschrieben, um ihm meine Eindrücke zu schildern, aber die Entscheidungen haben wir gemeinsam getroffen. Das waren Sachen von Andy Warhol, wie die Kühe als Wallpaper, die ich in der Factory gesehen habe. Wallpapers auszustellen, das war eine Entscheidung […]

Chris Reinecke

Jörg Immendorff und ich wussten, dass wir nicht in Galerien ausstellen wollten. Deshalb haben wir etwas Eigenes auf die Beine gestellt. Wir haben einen Tanzsaal gemietet 1966. Es waren Räume für die Öffentlichkeit. Dort haben wir unsere Lidl-Aktionen gemacht. Wir waren immer beschäftigt mit der Politik. Chris Reinecke, 1936 in Potsdam mit dem Vornamen Christliebe […]

Benjamin Buchloh

Düsseldorf und Köln waren unheimlich wichtige Zentren. Sie konnten beim Schmela oder beim Zwirner eine Tuttle-Ausstellung machen, da wurde was verkauft. Das wurde in New York nicht verkauft. Sie konnten Nauman oder Sol Lewitt oder Carl Andre beim Konrad Fischer in Düsseldorf sehen, da wurde in New York noch keine Andre-Arbeit angefasst. Der Konrad hat […]

Jürgen Becker

„Felder“ war in Köln entstanden, in einer Umgebung, in der die Bildende Kunst und die Musik einen umgaben. Für mich war das, was in der Bildenden Kunst passierte die visuelle Entsprechung, in der Musik war das Geräusch die akustische Begleitmusik zu dem, was ich machte. Herkömmliche Gedichte kann Jürgen Becker 1960 nicht schreiben. Der 1932 […]